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Paddeln

Die Natur und die interessante Hochhaldenlandschaft vom Wasser aus erkunden, idyllische Perspektiven jenseits der teils überlaufenen Rundwege erleben: Die meisten Paddel-Fans sind genau deshalb dem Kanu oder Kajak zugetan. Beschauliches Wasserbummeln, Fahrten über Seen und gemächlich mit dem Wind treibend,  vermitteln Ruhe und Erholung vom Stress des Alltags. Die Paddelbewegungen sind zudem für die Schulter- und Wirbelsäulenmuskulatur ein ideales Training und Ausgleich.
Dem Kanuwanderer zeigt sich das Geiseltal in einer völlig neuen, ständig wechselnden Perspektive. Die atemlose Stille und ungeahnte Ruhe beim Entlangfahren an von der Natur zurückeroberten Ufern,  vermitteln neben dem Hauch des abenteuerlichen Erlebnises von Lost-Places der ehemaligen Tagebauregion auch den nachhaltigen Eindruck von der Widerstandskraft der Natur. Beim Paddeln auf den Geiseltalseen wird hauptsächlich bei ruhigen Wetter gefahren, wodurch diese Wasserportart besonders bei Familien, Naturbegeisterten und auch Anfängern sehr beliebt ist.  Mehr als 90 % der Kanutouristen betreibt hier das Kanuwandern z.B zur Natur- und Vogelbeobachtung.
Bei allen Fahrten verdient der Naturschutz eine besondere Beachtung durch die Wassersportler. Paddler haben einen Ehrenkodex, der den besonders rücksichtsvollen Umgang mit der Natur zum Ziel hat. Die Mitnahme aller mitgebrachten Gegenstände, die Schonung von Pflanzen und Tieren, und die Beachtung von Anlege- uns Einfahrverboten in den ausgewiesenen Naturschutzgebieten sollte von allen Wassersportlern beachtet werden. Paddelsportler setzten sich deshalb auch für den Schutz der Umwelt ein, damit dieser Genuss auch an den Geiseltalseen dauerhaft erhalten bleibt. 

Kanu-/Kajakfahren  ist ganz einfach – wenn man etwas geübt hat. Es ist wie mit dem Fahrradfahren: Wenn man einmal Radfahren kann, verlernt man es nie. Und um mit Vorurteilen aufzuräumen: Doch, Kanufahren kann in jedem Alter betrieben werden. Um selbstständig paddeln zu lernen, sollten Kinder allerdings mindestens 8 Jahre alt sein. Unabhängig vom Alter müssen Paddler schwimmen können, um sich im Falle einer Kenterung an das sichere Ufer retten zu können. Zu empfehlen ist auch, dass regelmäßig eine ärztliche Untersuchung vorgenommen wird, um unerkannte gesundheitliche Risiken auszuschließen. Wenn Sie bereits unter chronischen Krankheiten leiden, sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen, ob dieser Einwände gegen Kanus-/Kajaksport hat.

Die Geiseltalseen sind keine Fließgewässer, so dass für unsere Paddler hier weder Strömung noch Wehre das Kanuvergnügen erschweren. Damit ist es auch Paddel-Neulingen ideal möglich, Tagestouren zu unternehmen, um die abwechslungsreiche Landschaft zu genießen. Kanusport passt natürlich hervorragend zum Camping und Caravaning dazu. Der Campingplatz Stöbnitz läd hierzu gerne ein. Aber auch in den Hafenanlagen und an den Badestränden besteht die Möglichkeit die leichten Boote zu Wasser zu bringen.

Das Faltkayak / Faltboot profitiert vom Outdoor-Boom und vom wachsenden ökologischen Bewusstsein. Und so wird auch mit der Wassersportveranstaltung "Geiseltaler Seebefahrung" im Geiseltal die Faltboottratiton in der Region belebt. „Kanuwandern ist eine der beliebtesten wassertouristischen Aktivitäten auf deutschen Gewässern“, stellt die Grundlagenuntersuchung Wassertourismus in Deutschland fest (DTV, 2003). Zwischen 1,2 und 1,4 Millionen Kanuten fahren jährlich auf den 37.000 km für Kanus geeigneten Gewässern. Steigen Sie ein !!

etwas zur Geschichte des Paddelns:
 
Wasserwandern wurde populär mit der Erfindung des Faltboots 1905 und der wenige Jahre darauf folgenden gewerblichen Herstellung solcher Boote. Davor musste ein Ruderboot entweder mühevoll mit Kutschen zurücktransportiert oder (gegen die Flussrichtung) zurückgerudert werden. Das Faltboot konnte jedoch zerlegt im Zug mitgenommen werden, ein Vorteil, der ab 1920 Wasserwandern zum Massentourismus in Deutschland werden ließ. Die Deutsche Reichsbahn musste sogar Sonderzüge für Faltbootfahrer einsetzen, die an den Sommerwochenende in Massen die Flüsse und Seen eroberten. In dieser Zeit verbreitete sich die Idee des Wasserwanderns mit dem Faltboot von Deutschland aus auch in das übrige Europa und nach Nordamerika.
 
Nach dem Krieg sank mit der zunehmenden Motorisierung die Popularität des Wasserwanderns. 1958 lag laut dem Bundesverband der Deutschen Sportartikel Industrie der Absatz an Faltbooten nur bei 20 Prozent gegenüber dem der 1930er Jahre. In den 1960er Jahren wurden Faltboote langsam abgelöst durch steife, nichtzerlegbare Kunststoffkajaks, die mit Autos transportiert wurden. Eine in dieser Zeit zunehmende Flussverbauung mit Staustufen für die wachsende Berufsschifffahrt und zum Zwecke der Elektrizitätsgewinnung wie eine enorme Verschmutzung der Flüsse ließ die Popularität des Wasserwanderns in Westdeutschland weiter sinken. In der DDR und Osteuropa erfreute sich - aufgrund eingeschränkter Reisemöglichkeiten - das Wasserwandern (und meist noch immer mit Faltbooten) bis zur politischen Wende 1990 jedoch unveränderter Beliebtheit.
 
Mit einem breiten Einsetzen eines neuen Naturverständnisses, einem ökologischem Umweltbewusstsein und der durch Gesetzesänderungen stark verbesserten Gewässerqualität der Flüsse sowie einem allgemeinem "Outdoor-Trend" ließen die Zahlen der Wasserwanderer in ganz Europa wieder ansteigen. Sichtbares Zeichen dafür ist die stark gestiegene Anzahl von Kanuverleihern wie auch die Verkaufszahlen von Faltbooten ab etwa dem Jahr 2000. Heute hat das Paddeln mit dem Kanu/Kajak in etwa wieder die Popularität erreicht wie in den 30er Jahren (Tendenz steigend). Einer Studie zufolge ist das Faltboot heute noch, das wertstabilste Wassersportgerät aller Zeiten. Dieses liegt wohl am geringen Platzbedarf, dem praktischen Transport und den nicht erforderlichen Liegeplatz und Überwinterungskosten. Für ein Faltboot reicht ein Kellerregal. Großes Potential wird den Booten aus dem Rucksack von Zukunftsforschern und Marktstrategen durch Kaufkraftrückgang und die Abnahme des Individualverkehrs prophezeit. Damit kann man es getrost als krisensichere Wertanlage betrachten.
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