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Warum Mücheln niedergebrannt wurde

pappenheimer ring
Pappenheimer Ring
In der Zeit des dreißigjähigen Krieges einer Zeit heilloser Verwirrung, trostloser Unsicherheit, umherziehender Marodebrüder, Mord- und Diebsgesindel blieb die Stadt Mücheln wie durch ein Wunder stets verschont. Doch Gier und Diebstahl der Müchelner, so die Sage brachten das Verderben über die Stadt.

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Der General Pappenheim habe damals bey Halle gestanden und beständig Partheygänger ausgeschickt. Eine derselben habe auf dem Creuz vorn im Hahnfelde auf eine große Anzahl reisender Kaufleute gestoßen. Denn wegen der damaligen Unsicherheit wäre es geschehen, dass die Kaufleute mit Gewehr versehen und in einer großen Menge die sich zusammengehalten gereist wären. Indem nun diese Gruppe sich von einer Parthey Oestereicher angefallen gesehen, hätten sie sich in einer Wagenburg eingeschlossen und von selbiger tapfer gegen den Feind vertheidigt. Der Anführer der feindlichen Parthey sey ein naher Anverwandter des General Pappenheimer geweßen. Er wäre sogleich im ersten Angriff erschossen und seine unterhabene Mannschaft die Flucht zu nehmen genötigt worden. Die Getödten wurden vor Ort begraben und ein steinernes Creutz sey an der Stelle wo dieses vorgefallen errichtet worden. Der gebliebene vornehme Offizier aber sey unten an der Hospital-Kirche, wo die beiden steinernen Creutze errichtet waren begraben worden. Pappenheim sey nachdem er den Tod seines nahen Vetters erfahren in Person nach Mücheln gekommen, um zu sehen, was man dem Verstorbenen vor ein Begräbnis gegeben. Er habe den Körper wieder ausgraben lassen und gefunden, dass man den Todten nicht nur seiner Kleidung beraubt und nackend ins Grab geworfen sondern auch seine kostbaren Ringe abgezogen und der Finger woran solche gesteckt abgeschnitten habe. Hierauf habe er sogleich beschlossen die strengste Rache an der Stadt auszuüben. Sie sey folglich geplündert und gäntzlich in Asche gelegt worden. Von der Bevölkerung seyen geradt 15 Seelen mit dem Leben davongekommen. Die wertvollen Ringe allerdings sollen all ihren Besitzern nur Unglück gebracht haben, dem einen brandte Haus und Hof ab, einem anderen sollen Kinder ohne Finger geboren und wieder ein anderer kam ins Tollhaus zu Merseburg da er nächtens einen abgeschnitten Finger durch den Ring gesteckt zu sehen glaubte.

copyright Sven Jakubowski 2008

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