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Vermarktung des Geiseltalsees sorgt für Streit

Braunsbedra 14.02.2018.  Einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung zufolge ist zwischen einzelnen Akteuren auf der Braunsbedraer und der Müchelner Seite des Geiseltalsees in Sachen Tourismusförderung ein alter Rivalitätsstreit neu und offen ausgebrochen. Ein Clustertreffen zu welchem der Bürgermeister der Hafenstadt Braunsbedra Steffen Schmitz Vertreter der Kreisverwaltung, der Städte Mücheln, Bad Lauchstädt, den Verein Saale Unstrut Tourismus sowie Unternehmer und regionale Vereine  eingeladen hatte, eskalierte.

Laut Berichten waren viele der am Geiseltalsee Aktiven der trotz Einladung der Veranstaltung ferngeblieben. Vorwürfen durch den in Mücheln 2016 gegründeten Geiseltalsee Tourismus Verein zu Mücheln-lastig Werbung zu betreiben stand nun die Kritik gegenüber, Braunsbedra versuche jetzt, nach der Eröffnung seines Hafens 2017, eine unnötige Parallelstruktur aufzubauen.

Ohne die infrastrukturellen Defizite der neuentstehenden Tourismusregion anzugehen, ging es in der Vergangenheit tatsächlich immer wieder bei Auseinandersetzungen darum, wer die administrative Hoheit über die Vermarktung der Region erhält.  „Wie man für den Geiseltalsee am besten werben könnte.“ - diese Frage sorgt bei Fachleuten wie Einheimischen  nur noch für Kopfschütteln. Denn schon heute werden die Kapazitätsgrenzen der überschaubaren touristischen Angebote im Geiseltal oft überfordert.  Als Marketinginitiative geiseltalsee.de waren ursprünglich einige See-Akteure und die Städte Mücheln und Braunsbedra unter einem „Dach“ vereint, bis die Stadt Braunsbedra austrat, da es sich weder um einen Verband, noch um einen Verein noch um eine anderweitig juristisch oder  wirtschaftlich handlungsfähige Gesellschaftsform handelte, die zukünftige Aufgaben hätte stemmen können. Beiträge wurden gezahlt. Dem ebenfalls in Mücheln ansässigen Geiseltalsee Tourismus Verein gehört neben wenigen Unternehmern bisher nur die Stadt Mücheln an.

Um eine neutrale Institution mit dieser Aufgabe zu betrauen wollte die Stadt Braunsbedra die Vermarktung dem lokal renommierten und gemeinnützigen Interessen- und Förderverein „Geiseltalsee“ e.V. übertragen, was wiederum die verbliebenen Mitglieder von geiseltalsee.de ablehnten. Für weiteren Unmut sorgte dann die Auswahl des Betreibers  des Geiseltalsee-Hafens von Braunsbedra. Mitglieder des o.g. Tourismusvereins wollten dieses Geschäft übernehmen. Die Stadt Braunsbedra entschied sich aber, der kommunalen Gesellschaft Hasse Campingplatz und Strandbad GmbH dieses Aufgabenfeld zu übertragen.

Nachfragen der Mitteldeutschen Zeitung zufolge relativierten die Bürgermeister von Mücheln und Braunsbedra die Geschehnisse als „reinigendes Gewitter“.  Bleibt zu hoffen, dass man bei allem ‚Dachmarken-Denken‘  auf beiden Seiten nicht nur an die Vermarktung der Region gedacht wird, sondern auch daran, was man vermarkten will und kann. Denn die touristische Kaufkraft hat eine große Auswahl im Umkreis von 60km. Der Goitsche-See in Bitterfeld, die Leipziger Seenlandschaft als auch die Saale-Unstrut-Region bieten derzeit eine größere und hochwertigere Auswahl an touristischen Angeboten.  Vielleicht sind viele kleinere Projekte, bei denen man die Unternehmer und Aktive im liberalen Geiste nicht in organisatorische  Strukturen drängt, der Anfang einer erfolgreichen Entwicklung. Und wenn der Bürgermeister der Stadt Mücheln Andreas Marggraf dann treffend bemerkt: “Ein Tourist kennt keine Gemarkungsgrenzen. Warum denken wir nicht so?“  - dann besteht zumindest noch Hoffnung. (gdc)

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